Das Eutektikum

Ich schau aus dem Fenster und seh' wie die Autos links an mir vorbeiziehen und rechts immer kleiner werden. Das Radio läuft, dabei höre ich sonst nie Musik - nehme sie nur als Geräuschkulisse wahr, ich brauch ein bisschen Ablenkung: ich bin nervös. 
Noch 114 Kilometer, bis ich da bin; endlich da bin. Endlich, oder? 

Steige aus meinem Auto, nehme noch meine Tasche mit, suche nachdenklich nach dem Haus, wo er wohnt und als ich dann endlich vor seiner Haustür stehe und das Klingelschild seh', warte ich. Soll ich wirklich? Ja, wirklich. Die Tür geht auf und ich laufe die Treppen hoch, er lächelt mich an, umarmt mich sofort.

Durch die Stadt laufend, die Zeit total vergessen und während du mir von vergangenen Geschichten erzählst, verlier' ich mich in deiner Augenfarbe - ich weiß nicht, was es ist: ich suche noch.

Ich weiß auch nicht, was es war, dass wir so da lagen: dort auf deinem Sofa, zusammen als wäre es schon immer so
- aber ich hoffe, dass es ist und bleibt.


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